Ab dem 50. Lebensjahr beginnt bei den meisten Menschen ein schleichender Prozess: Das Gehör wird langsam schlechter. Medizinisch nennt man das Presbyakusis (Altersschwerhörigkeit). Es ist die häufigste Ursache für Hörverlust weltweit – und gleichzeitig die am häufigsten unbehandelte. Dieser Ratgeber erklärt, was im Ohr passiert, welche Anzeichen auf Hörverlust hindeuten und was Sie tun können.
Im Innenohr befinden sich ca. 15.000 Haarzellen, die Schallwellen in elektrische Signale umwandeln. Ab dem 30. Lebensjahr sterben diese Haarzellen langsam ab – und können sich nicht regenerieren. Besonders betroffen sind zuerst die Haarzellen für hohe Frequenzen (2.000–8.000 Hz), also genau die Frequenzen, die für das Verstehen von Sprache entscheidend sind.
Das Ergebnis: Töne werden noch gehört, aber Sprache – besonders in lauter Umgebung – wird immer schwerer zu verstehen.
| Anzeichen | Bedeutung |
|---|---|
| Fernsehen lauter stellen | Häufig erstes Zeichen |
| Andere bitten, zu wiederholen | Sprachverstehen nimmt ab |
| Telefonieren fällt schwer | Hochfrequenzverlust |
| In Gruppen schlecht verstehen | Störgeräusch-Empfindlichkeit |
| Tinnitus (Ohrgeräusche) | Häufiger Begleiteffekt |
| Soziale Rückzugstendenzen | Erschöpfung durch Höraufwand |
Sobald Sie erste Anzeichen bemerken. Je früher, desto besser bleibt das Sprachverstehen erhalten.
Nein. Aber mit modernen Hörgeräten kann das Gehör hervorragend kompensiert werden.
Individuell unterschiedlich. Regelmäßige Hörtests alle 1-2 Jahre ab 50 empfohlen.