Hörtest & Diagnostik6 Min Lesezeit

Kostenloser Hörtest: Ablauf, Bedeutung & was Sie erwarten können

Ein professioneller Hörtest ist der erste Schritt zu besserem Verstehen. Bei Die Hörberatung ist er immer kostenlos – ohne Kaufverpflichtung, ohne versteckte Kosten. Erfahren Sie, wie die Audiometrie abläuft, was die Ergebnisse bedeuten und warum regelmäßige Hörtests so wichtig sind.

Warum ist ein Hörtest wichtig?

Hörverlust entwickelt sich schleichend – oft über Jahre hinweg. Die meisten Betroffenen bemerken die Veränderung erst, wenn bereits 30-40% der Hörfähigkeit verloren sind. Das Gehirn passt sich langsam an die reduzierte Hörleistung an, weshalb viele Menschen denken, sie würden "noch gut genug hören". Doch genau diese Anpassung ist problematisch: Je länger das Gehirn mit unzureichenden Hörsignalen arbeitet, desto schwieriger wird die spätere Gewöhnung an Hörgeräte.

Ein regelmäßiger Hörtest ab 50 Jahren ist deshalb genauso wichtig wie der jährliche Gesundheitscheck beim Hausarzt. Früherkennung ermöglicht eine rechtzeitige Versorgung – und verhindert, dass sich das Gehirn an die "falsche" Hörwelt gewöhnt.

Wichtig zu wissen:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt ab dem 50. Lebensjahr alle 3 Jahre einen professionellen Hörtest. Bei Risikofaktoren (Lärmbelastung, Tinnitus, familiäre Vorbelastung) sollte der Test jährlich erfolgen.

Wie läuft ein professioneller Hörtest ab?

Ein professioneller Hörtest bei Die Hörberatung dauert etwa 30 Minuten und besteht aus mehreren Messungen, die Ihr Hörvermögen präzise erfassen. Der Ablauf ist standardisiert und schmerzfrei – Sie sitzen entspannt in einer schallisolierten Kabine und reagieren auf verschiedene Töne.

1. Anamnese-Gespräch (5-10 Minuten)

Vor der eigentlichen Messung führen wir ein ausführliches Gespräch über Ihre Hörsituation. Dabei fragen wir nach konkreten Alltagssituationen: Verstehen Sie Ihren Partner beim Fernsehen? Haben Sie Schwierigkeiten in Restaurants oder bei Familienfeiern? Gibt es berufliche Anforderungen (Telefonate, Meetings)? Diese Informationen sind entscheidend für die spätere Interpretation der Messergebnisse und eine mögliche Hörgeräte-Anpassung.

2. Otoskopie – Blick ins Ohr (2-3 Minuten)

Mit einem Otoskop (Ohrmikroskop) schauen wir in Ihren Gehörgang und auf das Trommelfell. Wir prüfen, ob Ohrenschmalz (Cerumen) den Gehörgang blockiert, ob Entzündungen vorliegen oder das Trommelfell verletzt ist. Cerumen-Pfropfen sind häufig und können das Hörvermögen um 20-30 Dezibel reduzieren – eine professionelle Reinigung beim HNO-Arzt behebt das Problem sofort.

3. Tonaudiometrie – Die Hörschwelle messen (10-15 Minuten)

Die Tonaudiometrie ist das Herzstück des Hörtests. Sie sitzen in einer schallisolierten Kabine und tragen Kopfhörer. Wir spielen Ihnen Töne in verschiedenen Frequenzen (125 Hz bis 8000 Hz) und Lautstärken vor. Ihre Aufgabe: Drücken Sie einen Knopf, sobald Sie einen Ton hören – auch wenn er noch so leise ist. Wir messen beide Ohren getrennt, um eventuelle Seitenunterschiede zu erkennen.

Das Ergebnis wird in einem Audiogramm dargestellt – einer Grafik, die Ihre Hörschwelle über alle Frequenzen zeigt. Normalhörende Menschen hören Töne ab 0-20 Dezibel. Alles darüber gilt als Hörverlust: leicht (20-40 dB), mittel (40-60 dB), hochgradig (60-80 dB) oder an Taubheit grenzend (über 80 dB).

4. Sprachaudiometrie – Verstehen im Alltag (5-10 Minuten)

Töne hören ist das eine – Sprache verstehen das andere. Bei der Sprachaudiometrie spielen wir Ihnen Wörter oder Sätze vor und Sie wiederholen, was Sie verstanden haben. Wir messen, bei welcher Lautstärke Sie 50% bzw. 100% der Wörter korrekt verstehen. Diese Messung ist entscheidend für die Hörgeräte-Anpassung, denn sie zeigt, wie gut Ihr Gehirn Sprache aus Hintergrundgeräuschen herausfiltern kann.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Nach dem Hörtest besprechen wir die Ergebnisse ausführlich mit Ihnen. Das Audiogramm zeigt, in welchen Frequenzbereichen Sie gut hören und wo Defizite liegen. Typische Muster:

Häufige Hörminderungs-Muster:

Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis)

Hörverlust in den hohen Frequenzen (ab 2000 Hz). Betroffene verstehen Konsonanten wie "s", "f", "t" schlecht – Sprache klingt undeutlich.

Lärmschwerhörigkeit

Charakteristische "Lärmdelle" bei 4000 Hz. Häufig bei Menschen mit jahrelanger Lärmbelastung (Handwerk, Industrie, Musik).

Schallleitungsschwerhörigkeit

Gleichmäßiger Hörverlust über alle Frequenzen. Ursache: Mittelohrentzündung, Cerumen-Pfropf oder Trommelfelldefekt. Oft medizinisch behandelbar.

Wann ist ein Hörgerät sinnvoll?

Die Krankenkassen zahlen einen Zuschuss ab einem Hörverlust von 30 Dezibel auf dem besseren Ohr. Doch die medizinische Empfehlung lautet: Schon ab 20 Dezibel Hörverlust kann eine Versorgung sinnvoll sein – besonders wenn Sie im Alltag Einschränkungen spüren. Entscheidend ist nicht die Dezibel-Zahl, sondern Ihr subjektives Empfinden: Fühlen Sie sich in Gesprächen unsicher? Vermeiden Sie soziale Situationen? Dann ist ein Hörgerät der richtige Schritt.

Bei Die Hörberatung beraten wir Sie ehrlich: Wenn wir der Meinung sind, dass ein Hörgerät (noch) nicht nötig ist, sagen wir das offen. Unser Ziel ist Ihr besseres Verstehen im Alltag – nicht der Verkauf eines Geräts.

Häufige Fragen zum Hörtest

Ist der Hörtest wirklich kostenlos?

Ja, bei Die Hörberatung ist der professionelle Hörtest immer kostenlos – auch ohne Kaufverpflichtung. Sie zahlen nichts, auch wenn Sie sich gegen ein Hörgerät entscheiden.

Brauche ich eine ärztliche Überweisung?

Nein, für den Hörtest bei uns benötigen Sie keine Überweisung. Wenn Sie später ein Hörgerät möchten, benötigen Sie eine Verordnung vom HNO-Arzt – wir unterstützen Sie dabei.

Wie oft sollte ich einen Hörtest machen?

Die WHO empfiehlt ab 50 Jahren alle 3 Jahre einen Hörtest. Bei Risikofaktoren (Lärmbelastung, Tinnitus, familiäre Vorbelastung) jährlich. Wenn Sie bereits Veränderungen bemerken, sollten Sie sofort einen Termin vereinbaren.

Kann ich den Hörtest auch spontan machen?

Wir empfehlen eine Terminvereinbarung, damit wir uns ausreichend Zeit für Sie nehmen können. In dringenden Fällen versuchen wir aber immer, Ihnen kurzfristig zu helfen.

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